Wer ein Auto mit Verbrennungsmotor fährt, sollte auch den Ölstand im Auge behalten. Aber wie oft muss er kontrolliert werden? Und was passiert, wenn man mit zu viel oder zu wenig Öl fährt?
Wie misst man den Ölstand richtig?
Den Ölstand zu kontrollieren und bei Bedarf Öl nachzufüllen, ist mit ein bisschen guter Vorbereitung ein Kinderspiel. Bevor man mit der Messung startet, sollte man s einen Lumpen zum Abwischen des Ölmessstabs sowie idealerweise einen Trichter bereithalten für den Fall, dass Öl nachgefüllt werden muss. Außerdem muss man darauf achten, dass das Auto an einer geraden Stelle steht, sonst wird die Messung verfälscht. Wer unsicher ist, wie es richtig geht, der kann in a der Bedienungsanleitung nachlesen, wie der Ölstand bei seinem Fahrzeug korrekt abgelesen wird. Dort ist auch vermerkt, welches Öl das richtige ist.
Sollte der Motor warm oder kalt sein?

Der Motor sollte idealerweise noch warm sein, aber schon einige Minuten stehen. Es sollte also nach dem Abstellen immer einige Minuten gewartet werden, bis der Ölstand bestimmt wird, denn das Öl muss nach dem Betrieb des Motors in der Ölwanne erst wieder zusammenlaufen.
Wann muss man Motoröl nachfüllen?
Bei manchen Fahrzeugen zeigt eine Kontrollleuchte an, wenn der Ölstand zu niedrig ist: Leuchtet ein Symbol mit der Ölkanne in gelber Farbe (teils mit einer Zickzack-Linie) und der Schrift „MIN“ auf, muss der Ölstand bei der nächsten Möglichkeit kontrolliert und angepasst werden. Bei Autos ohne entsprechende Kontrollleuchte muss manuell geprüft werden (siehe oben).
Kontrollleuchte an! Und jetzt?
Nicht, wenn die rote Ölkanne als Kontrollleuchte zu sehen ist! Dann sollte man sofort anhalten und Öl nachfüllen. Der Motoröldruck ist zu niedrig. Fährt man weiter, droht in diesem Fall ein unmittelbarer Motorschaden.
Da moderne, gesunde Motoren in der Regel nur wenig Öl brauchen, sollte man in jedem Fall prüfen lassen, warum der Wagen Öl verbraucht.
Wie oft muss man den Ölstand prüfen?
Grundsätzlich sollte man den Ölstand regelmäßig kontrollieren. Je nach Auto etwa alle paar Tausend Kilometer. Bei älteren Autos und solchen mit hoher Laufleistung lieber öfter, denn diese verbrauchen im Betrieb tendenziell mehr Öl als jüngere Autos mit wenig Laufleistung. Bei manchen Fahrzeugen kann man den Ölstand auch im Bordcomputer abrufen. Allerdings bietet das keine hundertprozentige Sicherheit, weil zum Beispiel Sensoren defekt sein könnten.
Wichtig ist auch hier, dass nur die Ölstandswerte des betriebswarmen Motors relevant sind.
Kann man mit zu wenig Öl fahren?
Im schlimmsten Fall kann der Öldruck so weit absinken, dass der erforderliche Druck nicht mehr gewährleistet ist. Dann können Bereiche des Motors im oberen Bereich – vor allem bei der Nockenwelle nicht mehr mit ausreichend Öl versorgt werden. Da diese Teile über eine Gleitlagerung auf einem Ölfilm verfügen, ist hier genug Öl aber essenziell. Wenn hier kein Öl mehr ankommt, laufen die Lagerungen trocken, es bilden sich Späne, und es kommt zum kapitalen Motorschaden. adac/cr
Split und Steine
Windschutzscheibe
War's das? Vermutlich schon. Zwar dürfte es mancherorts noch mal richtig frostig werden, aber tagelanges Winterwetter mit Streudienst und Streugut dürfte passé sein. Wer nun das Auto frühlingsfit macht, sollte es auch auf Schäden untersuchen. Etwa auf der Frontscheibe. Denn Streusplitt auf winterlichen Straßen kann vermehrt kleine Einschläge in der Windschutzscheibe verursacht haben, erläutert der TÜV Nord. Und das ist noch nicht alles. So können Vibrationen und Temperaturunterschiede die Stellen schnell zu einem Riss ausweiten. Besonders kritisch sei der Bereich im direkten Fahrersichtfeld oberhalb des Lenkrades und in etwa in der Größe eines DIN-A4-Blattes. Liegen hier Schäden vor, gilt das bei einer Hauptuntersuchung (HU) als erheblicher Mangel.
Reparatur oder Austausch
Ob der Schaden noch reparierbar ist, richtet sich nach dessen Lage und seiner Ausdehnung. So ist eine Reparatur den Angaben zufolge meist möglich, wenn er nur wenige Millimeter groß ist und er sich außerhalb des Sichtfelds und nicht im Randbereich der Scheibe befindet. Liegt der Steinschlag aber eben doch im Sichtfeld oder nahe am Scheibenrand, kann ein Austausch nötig werden. Wer Schäden frühzeitig von Fachleuten begutachten lässt, könnte unter Umständen verhindern, dass aus einem kleinen Defekt ein sicherheitsrelevanter Mangel wird. Die Kosten für eine Steinschlagreparatur oder einen Austausch der Scheibe trägt in der Regel eine Teilkaskoversicherung. dpa


