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Reifenwechsel jetzt! Zu alte Oldie-Reifen besser tauschen

Wie alt die Pneus sind, verrät die sogenannte DOT-Nummer an der Reifenflanke. Foto: Kästle/dpa-mag
Wie alt die Pneus sind, verrät die sogenannte DOT-Nummer an der Reifenflanke. Foto: Kästle/dpa-mag

Mit der Zeit werden die Pneus hart und spröde

Wer seinen Oldtimer aus dem Winterschlaf holt, achtet besser auch auf das Alter der Reifen. Zwar erfüllen die Pneus vieler Liebhaberautos aufgrund von vergleichsweise geringen Kilometerleistungen noch oft die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. Doch mit der Zeit entweichen die Weichmacher im Gummi. Das macht die Reifen härter und sie verlieren an Haftung. Selbst wenn es keine eindeutigen Vorgaben gebe, empfiehlt Prüforganisation Gtü generell, Reifen spätestens nach zehn Jahren auszutauschen.

Wie alt die Pneus sind, verrät die sogenannte DOT-Nummer, die jeder Reifen an seiner Flanke trägt. Die letzten vier Ziffern verraten das Produktionsdatum. Steht hier zum Beispiel „5015“, dann wurde der Reifen in der 50. Kalenderwoche des Jahres 2015 hergestellt. Vor der ersten Ausfahrt prüfen Oldie-Freunde besser auch den Reifendruck. Denn manch einer mag ihn vor der Winterpause erhöht haben, um etwaigen Standschäden vorzubeugen. Beim Mindestprofil empfehlen Gtü-Experten, die gesetzlich vorgegebenen Werte aus Sicherheitsgründen zu übertreffen und bei Sommerreifen auf mindestens drei Millimeter Profiltiefe zu achten. (dpa)

Was beim Reifenwechsel zu beachten ist

Autofahrer sollten mit dem Tausch nicht bis zum Sommer warten

Der Reifenwechsel sollte nicht allzu lange hinausgezögert werden. Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa-mag
Der Reifenwechsel sollte nicht allzu lange hinausgezögert werden. Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa-mag
Etwas länger als gewohnt mit den Winterreifen weiterzufahren, ist unproblematisch, informiert der Adac. Zwar lautet eine Faustregel, die Winterreifen in etwa von Oktober bis Ostern zu fahren. Aber technisch und auch aus Sicherheitsgründen ist ein Reifenwechsel von Winter- auf Sommerpneus im April oder Mai noch nicht unbedingt erforderlich, äußert sich der Autoclub. Die Witterung kann im Gegenteil sogar aktuell noch mancherorts Winterreifen nötig machen. Auch rechtlich hat ein verzögerter Wechsel keine Konsequenzen, selbst wenn man das ganze Jahr mit Winterreifen unterwegs wäre. Denn anders wie bei der situativen Winterreifenpflicht bei winterlichen Bedingungen, gibt es keine Sommerreifenpflicht. Allerdings sollten Autofahrer noch vorsichtiger fahren, rät eine Adac-Sprecherin. Bis in den Sommer sollte man aber auch nicht warten. „Bei höheren Temperaturen verschleißen Winterreifen schneller, und der Bremsweg verlängert sich“ warnt Ulrich Köster, Sprecher vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (Zdk). „Sommerreifen sind, bezogen auf das Profil und die härtere Gummimischung, speziell für die warme Jahreszeit ausgelegt und spielen ihre Sicherheitsvorteile voll aus.“ Ob und in welcher Form Werkstattbesuche aktuell überhaupt erlaubt sind, hängt von den einzelnen Bundesländern ab, erklärt der Adac. So könnten in Bundesländern, in denen lediglich eine Kontaktsperre gilt, auch Schönheitsreparaturen oder eben ein Reifenwechsel möglich sein. Wenn wie in Bayern allerdings eine Ausgangsbeschränkung gilt, muss ein triftiger Grund vorliegen - etwa eine erforderliche, sicherheitsrelevante Reparatur. Und dazu zählt der Wechsel von Winter auf Sommerreifen laut Adac nicht.

„Andersherum wäre im Herbst der Wechsel von Sommerreifen wichtig für die Sicherheit“, ergänzt die Sprecherin. Und natürlich seien auch zu alte oder beschädigte Reifen oder zu wenig Profil ein Sicherheitsrisiko, das mit neuen Reifen zu beheben sei. Da es außerdem zu regionalen Abweichungen kommen kann, rät der Autoclub, sich vorab über die geltenden Regelungen zu informieren. (dpa)

Gut zu wissen

Darf auch weniger Druck auf dem Autoreifen sein?

Weniger Druck soll besseren Grip beim Autofahren bringen - so zumindest lautet eine verbreitete Meinung. Doch sie ist so nicht richtig, erläutert die Prüforganisation Dekra. Auf trockener Straße werde mit abnehmendem Druck auf den Reifen zwar tatsächlich der Bremsweg kürzer. Doch zugleich nehme die Präzision beim Lenken ab, das Auto reagiere schwerfälliger - und werde bei höheren Geschwindigkeiten sogar unberechenbar.

Auf nasser Fahrbahn sei es beim Bremsweg sogar umgekehrt, denn dieser werde bei höherem Fülldruck kürzer. Dazu kommt: Liegt der Reifendruck unter dem Optimum, steigt der Kraftstoffverbrauch. (dpa)
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