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Auto & Co. - Frühjahr 2020 Nahezu alle getesteten Sommerreifen überzeugen

Beim Adac Sommerreifentest konnte das Gros der zwölf getesteten Pneus überzeugen. Für Kompaktfahrzeuge wird die Größe 235/55 R17 empfohlen. Foto: isp Wolfgang Grube/ adac
Beim Adac Sommerreifentest konnte das Gros der zwölf getesteten Pneus überzeugen. Für Kompaktfahrzeuge wird die Größe 235/55 R17 empfohlen. Foto: isp Wolfgang Grube/ adac

Alternative Dimension für SUV-/Van-Klasse sind empfehlenswert

Die Wahl des Reifens kann die Fahrsicherheit erheblich beeinflussen. Insofern ist es eine gute Nachricht, dass im aktuellen Adac Sommerreifen-Test für Mittelklasse-SUV sowie Vans (235/55 R17) die Mehrzahl der zwölf getesteten Reifen im Grundsatz überzeugen konnte. Vor dem Hintergrund, dass im vergangenen Jahr Sommerreifen der Dimension 215/65 R16C vor allem unter Sicherheitsaspekten schlecht abschnitten, fiel die Wahl auf Sommerreifen der Dimension 235/55 R17. Getestet wurden die Reifen auf Fahr- und Sicherheitseigenschaften sowie unter Umwelt- und Wirtschaftlichkeitsaspekten.

Im Ergebnis sollten Fahrer von Mittelklasse-SUV und Vans auf alternative Dimension setzen: Mit nur einer Ausnahme erhalten die Sommerreifen dieser Dimension „gut“ oder „befriedigend“. Spitzenreiter ist der Michelin Primacy 4, Schlusslicht der Laufenn S-Fit EQ. Dabei überzeugten die vier mit „gut“ bewerteten SUV-Reifen nicht nur auf nasser, sondern auch auf trockener Fahrbahn, aber auch beim Kraftstoffverbrauch und im Verschleiß.

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Bei der Laufleistung hebt sich der Michelin mit knapp 47 000 km innerhalb der Spitzengruppe heraus, so dass dieser den ersten Platz erhält. Dagegen sind wenig Grip und schlechte Balance bei Nässe verantwortlich für das „mangelhaft“ des Laufenn. Er benötigte darüber hinaus mit knapp 45 Metern den längsten Bremsweg auf nassem Beton im Testfeld. Erstmals wurden auch 18 Zoll Reifen getestet, zumal größere Reifen immer beliebter werden. Die getestete Dimension für die Golfklasse (225/40 R18) gehört zu den zehn meisterverkauften Reifendimensionen für Sommerreifen. Sie performen insgesamt auf ordentlichem Niveau. Neben dem Continental PremiumContact 6, dem Michelin Pilot Sport 4 und dem Goodyear Eagle F1 Asym 5 zählt auch der Maxxis Victra Sport 5 zu den empfehlenswerten Reifen. Einzig der Rotalla Setulla S-Pace RU 01 kann nur ein „ausreichend“ erreichen.

Die vier mit „gut“ bewerteten Sportreifen bieten auf trockener wie nasser Fahrbahn gute Fahreigenschaften und schneiden im Verschleiß gut ab. (adac)

Avd Pannenstatistik 2019: Häufigste Ursachen weiterhin Elektrik, Fahrwerk und Motor

Einfache Wartungshandgriffe können Pannen vermeiden

Nahezu alle getesteten Sommerreifen überzeugen Image 1
Auch für das zurückliegende Jahr hat der Automobilclub von Deutschland (AvD) die in der clubeigenen Notrufzentrale eingegangenen Meldungen statistisch ausgewertet: Wie in den Vorjahren erwiesen sich Fehler an Elektrik, Ladestrom und Zündung als häufigste Pannenursachen. Immerhin 39,6 Prozent aller Notrufe entfielen auf diese Ursachengruppe. Aber auch wegen Mängeln an Fahrwerk, Lenkung und Bremsen (17,3 Prozent) sowie Problemen an Motor und Auspuffanlage (14,4 Prozent) mussten die Pannenhelfer immer wieder ausrücken, um diese zu beheben.

Bei Problemen mit der Elektrik erwies sich in vielen Fällen eine schlappmachende Starterbatterie als Fehlerquelle, die in dieser Ursachengruppe alle Jahre wieder für rund die Hälfte der Pannen verantwortlich ist.

Wichtig: Reifendruck und -zustand regelmäßig prüfen

In der Ursachengruppe „Fahrwerk, Lenkung, Bremsen“ lassen sich die häufigsten Gründe für eine Panne auf die Bereifung zurückführen. Neben Reifenschäden sind das Beschädigungen der Reifendecke oder Defekte an einer Felge beziehungsweise einem Rad. Die Folgen von Druckverlust oder eines Reifenplatzers können dramatisch sein und zu schweren Unfällen führen, bei denen Menschen ihr Leben verlieren. Hintergrund: Reifen können die Luftmenge, die für den Luftdruck entscheidend ist, im Zeitverlauf nicht konstant halten – der Luftdruck lässt nach.

Kontrollleuchten keinesfalls ignorieren

Falls sich eine der Kontrollleuchten im Armaturenbrett aktiviert und auf einen möglichen Mangel hinweist, sollten Autolenkende dies unbedingt ernst nehmen. Der Automobilclub rät in solchen Fällen unverzüglich anzuhalten und im Bordbuch des Fahrzeugs nachzuschlagen, auf welchen Defekt die Warnleuchte hinweist und welche Maßnahmen der Hersteller jetzt empfiehlt. (Text/Grafik: avd)
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