Auto & Co. Frühling 2026

Die erste Spritztour

Expertentipp. Viele Auto- und Motorradfahrer denken, im Frühling sei mit weniger Gefahren auf den Straßen zu rechnen. Warum das ein Fehler ist

Endlich wieder ein Ausflug in Familie: Doch im Wechsel zwischen den Jahreszeiten sollte man erstmal defensiv unterwegs sein und sich an die neue Bodenbeschaffenheit und das Fahrgefühl gewöhnen. Foto: angelov/adobe stock.com

31.03.2026

Bunte Blumen, Vogelgezwitscher und warme Sonnenstrahlen: Mit dem frisch polierten Wagen geht es auf die erste Frühlings-Spritztour - doch gerade erfahrene Autofahrer unterschätzen die Gefahren oft, die bei warmen Temperaturen lauern können. 5 Tipps von Experten:

Unternehmen aus der Region

1. Selbstüberschätzung auf der Straße

„Gerade im Wechsel zwischen den Jahreszeiten sollte man erstmal defensiv unterwegs sein - denn man muss sich an die neue Bodenbeschaffenheit und das Fahrgefühl gewöhnen“, weiß Alexandra Kruse vom ADAC Niedersachsen. Außerdem steigt die Zahl an Rad-, Roller- und Motorradfahrern auf den Straßen. Auch sie neigen oft dazu, ihre Fähigkeiten zu überschätzen.„Motorradliebhaber sind womöglich ein halbes Jahr wetterbedingt nicht gefahren. Dementsprechend brauchen auch sie Training, um wieder reinzukommen“, so Kruse.

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2. Tief stehende Sonne

Vielen Autofahrern macht die tief stehende Sonne im Frühling zu schaffen. „Besonders wenn starke Regenfälle und Sonne sich abwechseln, blendet das extrem. Autofahrer sollten in jedem Fall ihre Geschwindigkeit anpassen und genug Abstand halten“, rät die Expertin. Sinnvoll ist es auch, eine Sonnenbrille zur Hand zu haben.

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Doch Vorsicht: Nicht jede Sonnenbrille ist gesetzlich zum Autofahren zugelassen. Das Accessoire sollte eine maximale Tönung der Kategorie drei, also eine Lichtdurchlässigkeit von acht bis 18 Prozent, aufweisen. Ansonsten droht wegen Fahrlässigkeit ein Verwarngeld.

3. Erhöhte Unfallgefahr durch Wildwechsel

Motorradliebhaber sind womöglich ein halbes Jahr wetterbedingt nicht gefahren. Sie müssen erst mal wieder „reinkommen“. Foto: Knopp Vision/adobe stock.com
Motorradliebhaber sind womöglich ein halbes Jahr wetterbedingt nicht gefahren. Sie müssen erst mal wieder „reinkommen“. Foto: Knopp Vision/adobe stock.com

Auf Landstraßen, die über Felder und durch Waldgebiete führen, ist besondere Vorsicht geboten: Ab März wachsen die Pflanzen, viele Wildtiere sind auf der Futtersuche oder zeigen ein ausgeprägtes Revierverhalten. „Insbesondere wenn man in der Dämmerung unterwegs ist, sollte man vorsichtig sein und die Straßenränder beachten“, erklärt Kruse. Trifft man auf ein kreuzendes Wildtier, sollte man in jedem Fall das Fernlicht ausschalten, denn die Tiere bleiben oft in dem grellen Lichtkegel stehen. Und: Es muss immer mit Nachzüglern gerechnet werden.

4. Die Frühjahrstücke Schlagloch

Am Anfang entsteht ein kleiner Riss in der Asphaltdecke. Daraus wird, wenn Wasser in das Loch läuft und gefriert, schnell ein Schlagloch. So hinterlassen gerade härtere Wintermonate Spuren, die den Wagen im schlimmsten Fall ruinieren können. Dabei können Fahrer - je nach Versicherung - sogar auf den Kosten sitzen bleiben. Der Grund dafür: Paragraf drei der Straßenverkehrsordnung. Dort ist verankert, dass Fahrer ihr Fahrverhalten, ihre Geschwindigkeit, an die Straßenverhältnisse anpassen müssen. „Das ist besonders wichtig, wenn eine Strecke mit der entsprechenden Beschilderung schon auf Schlaglöcher hinweist“, so Kruse.

5. Das A und O: eine gute Sicht

„Das Reinigen der Scheiben ist zu jeder Jahreszeit wichtig“, erklärt Alexandra Kruse. „Im Frühling wird die Scheibe, beispielsweise durch Pollen, schnell dreckig. Wenn dann auch noch die Sonne scheint, schränkt das die Sicht sehr ein.“

Wer bestens vorbereitet sein möchte, sollte auch den Stand des Scheibenwischwassers überprüfen.
adac/pm/cr

Weitere Infos und Tipps dazu unter adac.de