Ein fabrikneues Auto hat einige Vorteile. Man kann es selbst konfigurieren und hat die komplette Laufzeit der Herstellergarantie. Die erste Hauptuntersuchung ist erst nach drei Jahren fällig. Nachteil allerdings: der hohe Preis und Wertverlust.
Eine mögliche Alternative zu individuell bestellten Neuwagen sind Vorführwagen, Jahreswagen oder Tageszulassungen. Im Grunde so gut wie neu, aber oft günstiger – die Automobilclubs ACE und ADAC erklären die Vor- und Nachteile.
Vorführwagen
Vorführwagen sind auf den Händler zugelassen. Mit ihnen zeigt er Kunden und Kundinnen oft über mehrere Monate das Modell bei Probefahrten und Präsentationen. Oft haben diese Fahrzeuge eine sehr umfangreiche Ausstattung mit Extras.
- Vorteil: Häufig bessere Ausstattung als sparsamer konfigurierte Neuwagen.
- Nachteil: Die Herstellergarantie verkürzt sich um die Zeit, in der das Auto als Vorführwagen genutzt wurde.
Jahreswagen
Um als Jahreswagen zu gelten, muss ein Fahrzeug mindestens einmal zugelassen worden sein. Die Erstzulassung darf höchstens 12 Monate her sein und zwischen Herstellung und Erstzulassung darf nicht mehr als ein Jahr liegen. Ein Jahreswagen kann daher nie älter als 24.
Vorteil: Jahreswagen sind häufig fast neuwertig, denn die Laufleistung ist gering und Verschleiß selten.
- Nachteil: Wie Vorführwagen haben Jahreswagen daher die verkürzte Garantie.
Tageszulassung
Tageszulassungen helfen Händlern, ihre Verkaufsziele zu erreichen oder Lagerbestände abzubauen. Der Autohändler oder Hersteller meldet dann einen neuen Wagen für nur einen oder wenige Tage an – eine formale Sache, das Fahrzeug wird nicht bewegt.
- Vorteil: Sie sparen bei einem faktisch neuwertigen Fahrzeug Geld gegenüber dem Listenpreis
- Nachteil: Vergehen nach der Tageszulassung Monate bis zum Verkauf, verkürzt sich entsprechend die Garantielaufzeit. dpa-mag


