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Azubi-Börse Unentbehrlich: Medizinische Fachangestellte

Foto: Alexander Raths/Shutterstock.com
Foto: Alexander Raths/Shutterstock.com

Einst „Sprechstundenhilfe“ oder „Arzthelferin“

Wenn sich die Zeiten ändern, ziehen die Berufe mit: Die „Sprechstundenhilfe“ von einst hat längst ausgedient, und auch die „Arzthelferin“ gibt es nicht mehr. Seit 2006 heißen die unersetzlichen Multitalente in Arztpraxen aller Fachgebiete „Medizinische Fachangestellte“. Die Umbenennung des Berufsbilds hat Gründe: Medizinische Fachangestellte greifen heutzutage nicht einfach nur Ärzten unter die Arme – als Bindeglieder zwischen Arzt, Praxis und Patienten sind sie wichtige Stützen des gesamten Betriebs.

Die Aufgaben als Medizinische Fachangestellte

Medizinische Fachangestellte trifft man in Arztpraxen aller medizinischen Fachrichtungen – vom Allgemeinmediziner über den Urologen bis zum Hautarzt. Nur für die speziellen Anforderungen der Dentologie gibt es mit dem Zahnmedizinischen Fachangestellten einen eigenen Ausbildungsberuf. Zum Aufgabenspektrum von Medizinischen Fachangestellten gehören der Empfang und die Betreuung der Patienten, die Unterstützung ärztlicher Behandlungen sowie allgemeine Aufgaben in der Praxisverwaltung.

Städtisches Krankenhaus Eisenhüttenstadt GmbH Abteilung Personal

Eine Medizinische Fachangestellte braucht nicht nur ein Gespür für die Bedürfnisse der „Kundschaft“, sondern auch ein geschicktes Händchen für die Praxistechnik: Häufig gilt es, Instrumente und Geräte für ärztliche Untersuchungen vorzubereiten oder sogar selbstständig zu bedienen. Je nach Arbeitsaufteilung in der Praxis können die Tätigkeits-Schwerpunkte recht unterschiedlich sein – dank ihrer breiten Ausbildung sind Medizinische Fachangestellte für alles gerüstet.

Ausbildung und Anforderungen

Medizinische Fachangestellte brauchen Kommunikationsvermögen: zum einen zur teaminternen Abstimmung, zum anderen im Kontakt mit Kunden oder Patienten. Die fachlichen medizinischen Herausforderungen erfordern Biologie- und Chemie-Kenntnisse. Beim Umgang mit Patienten, Medikamenten und technischen Geräten kommt es besonders auf Genauigkeit und Sauberkeit an. Abgerundet wird das Anforderungsprofil von Medizinischen Fachangestellten durch hohe mathematische Sicherheit.

Medizinischer Fachangestellter / Medizinische Fachangestellte ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG). Die Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten verläuft meist dual, das heißt in der Arztpraxis und in der Berufsschule. Im Regelfall dauert sie drei Jahre. Eine rein schulische Ausbildung ist zwar möglich, aber eher die Ausnahme. (www.ausbildungspark.com)
 

Ausbildungen in der Pflege

Seit Anfang Januar 2020 gibt es die neue Ausbildungsordnung für Pflegeberufe. Die bisherigen Ausbildungsberufe werden in der Berufsausbildung zum Pflegefachmann beziehungsweise zur Pflegefachfrau zusammengefasst. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend informiert zur neuen Ausbildung auf der Webseite pflegeausbildung.net

Die Ausbildung findet in der Berufsfachschule sowie in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen statt. Dort lernen die angehenden Pflegefachkräfte, was im Umgang mit Patienten jeden Alters wichtig ist. Wer sich für die Ausbildung interessiert, sollte also viel Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl mitbringen. Daneben ist unter anderem körperliche Belastbarkeit wichtig.

Außerdem ist ein mittlerer Schulabschluss nötig. Wer einen Hauptschulabschluss hat, muss zunächst eine andere Berufsausbildung abschließen, etwa zum Pflegehelfer.

Azubis bekommen während ihrer Lehrzeit vom Ausbildungsbetrieb eine Vergütung. Neu ist, dass auch an privaten Berufsfachschulen kein Schulgeld mehr gezahlt werden muss.(dpa)

Regionales Fleisch ist gefragt

Fleischer haben beste Berufsaussichten

Zum Abkühlen kommt der noch heiße Schinken auf einen Tisch. Der Fleischer-Azubi Maurice Münch mag die Abwechslung in seinem Beruf. Foto: Ronald Bonß/dpa-mag
Zum Abkühlen kommt der noch heiße Schinken auf einen Tisch. Der Fleischer-Azubi Maurice Münch mag die Abwechslung in seinem Beruf. Foto: Ronald Bonß/dpa-mag
Noch vor einigen Jahren hätte Maurice Münch ausgeschlossen, dass eine Ausbildung zum Fleischer eine Option wäre. An einem Studium der Medieninformatik verlor er allerdings sein Interesse und nach einer kurzen Zeit als Selbstständiger im Motorsportbereich wollte er etwas Sicheres.

Da fiel ihm der frühere Job während der Schulferien bei seinem jetzigen Arbeitgeber ein. Der Betrieb nahm ihn, ohne zu zögern. Denn das Fleischergewerbe steht im Wandel, sagt Ausbilder Philipp Eichler: „Die Nachfrage nach regionalen Produkten steigt. Das Problem ist aber, das viele Firmen Ihren Generationenwechsel nicht hinbekommen haben“. Die handwerklichen Betriebe stehen oft in Konkurrenz zum Einzelhandel. Nicht nur deshalb ist der Bedarf an Nachwuchs und Fachpersonal groß. Wie auch Münch zunächst sehen sich viele Jugendliche nicht im Fleischerhandwerk. Nora Seitz, Vizepräsidentin des Deutschen Fleischer-Verbandes, betont die positiven Seiten dieser Entwicklung: Die Chancen für einen Einstieg seien besser denn je.

Als Abiturient kann Münch seine Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen. In der Regel dauert sie drei Jahre, ein bestimmter Schulabschluss ist aber nicht vorgeschrieben, erklärt Berufsschullehrer Holger Buss und empfiehlt mindestens einen Hauptschulabschluss.

Mittlerweile werden Fleischer in Schwerpunkten ausgebildet - das passiert überwiegend im dritten Lehrjahr. Da ist zum einen das Schlachten, zum anderen der Verkauf und die Produktion. Wie man Bratwürste vakuumiert, Gerichte und Konserven herstellt - all das gehört dazu. Da viele Fleischer mittlerweile einen eigenen Partyservice betreiben, wird neben Ladenkunden und Imbissen außerdem für Buffets produziert. Das Schlachten kommt nur für diejenigen in Frage, die ihre Ausbildung in einem Schlachtbetrieb machen. „In der Gesellenprüfung muss der Schlachter eine extra Prüfung ablegen, um zu zeigen, dass er ein Tier ordnungsgemäß töten kann. Das muss ein Fleischer nicht machen“, ergänzt Münch.

Im Fleischerhandwerk haben ausgebildete Fachkräfte viele Entwicklungsmöglichkeiten. Sie können sich etwa zum Fleischermeister weiterbilden, oder in der Industrie eine Karriere als Filialleiter einschlagen. Sich als Betriebswirt oder gar als Fleisch-Sommelier zu spezialisieren, sind weitere Wege. Generell gilt: Je qualifizierter ein Fleischer ist, umso mehr verdient er später. (dpa)
 

E-Mobilität verändert Berufsbilder

Die meisten modernen Fahrzeuge mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren sind mittlerweile rollende Computer. Deswegen hat sich das Berufsbild des klassischen „Schraubers“ in den letzten Jahren stark verändert. Aus Kfz-Mechanikern wurden Kfz-Mechatroniker, da die Zahl der elektronischen Bauteile in fast jedem Fahrzeug stark zugenommen hat. Und ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht - im Gegenteil.

Mit der zunehmenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen verändert sich das Aufgabenspektrum des Kfz-Mechatronikers weiter. Das erfordert beispielsweise eine weitere Qualifikation bzw. Spezialisierung in System- und Hochvolttechnik.

Gern gesehen sind Bewerber idealerweise mit dem mittleren Schulabschluss nach der 10. Klasse, technischem Verständnis und handwerklichem Geschick. Der Umgang mit Zahlen sollte keine Probleme bereiten. Ein weiteres Plus ist ein grundsätzliches Interesse an Physik. Denn schließlich müssen Kfz-Mechatroniker die Funktion und das Verhalten von mechanischen, elektrischen und elektronischen Bauteilen kennen und verstehen. (txn/ms)
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