Ehrenamt zu zweit

Angermünde aktuell

Ehrenamt zu zweit

Neu im Amt: Sandy Huhnholz (I.) und Karolina Biel. Foto: Christin Neujahr

28.11.2022

Angermünde hat gleich zwei neue Ehrenamtler im Einsatz: Karolina Biel und Sandy Huhnholz wurden von der Stadtverordnetenversammlung als Integrationsbeauftragte bestätigt. Das Besondere ist nicht nur, dass das Ehrenamt von gleich zwei Menschen ausgeführt wird, beide kennen sich gut mit ihrer neuen Aufgabe aus. Die Angermünderinnen sind nämlich hauptberuflich seit 2015 in der Migrationsarbeit tätig und in der Uckermark stark vernetzt.

Die neuen Integrationsbeauftragten kennen viele zugewanderte und geflüchtete Menschen in Angermünde und setzten sich für effizientere Hilfsangebote sowie gesellschaftliche Teilhabe ein. Dazu gehört für sie auch ein regelmäßiger Austausch mit den relevanten Fachämtern des Landkreises Uckermark, wie die Ausländerbehörde oder dem Jobcenter. ,,Seit 2019 organisieren wir vierteljährlich Netzwerktreffen der Integrationsakteure für Angermünde und Schwedt. Hier tauschen wir uns mit anderen Projektpartnern, wie Sprachkursträgern, Wohnungsunternehmen, Flüchtlingskoordinatoren oder Jugendklubs aus. Da wir schon viele Kinder und Jugendliche begleitet haben, stehen wir auch mit den Sport- und Kulturvereinen, Schulen, Kitas der Stadt Angermünde und verschiedenen anderen Organisationen in Kontakt", so Sandy Huhnholz. Sie ist Teamleiterin für Migrations- und Integrationsarbeit beim Angermünder Bildungswerk e.V. und zuständig für eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete sowie für das Landesprojekt ,,Assistierte Ausbildung Brandenburg" zur Integration von jungen Geflüchteten in den Ausbildungsmarkt. Darüber hinaus ist sie mitverantwortlich für die Unterbringung und Betreuung von Geflüchteten aus der Ukraine.

Karolina Biel ist bei der Johanniter-Unfall-Hilfe Nordbrandenburg als Fachbereichsleiterin der Flüchtlingshilfe tätig. Dort ist sie zuständig für neun Migrationsberatungsstellen, fünf Gemeinschaftsunterkünfte in der Uckermark und Barnim Projekt sowie für das ,,Leuchtturm der Integration" in Templin. ,,Wir haben viele Menschen mit Migrationsgeschichte durch unsere Arbeit begleitet und betreut. Dadurch sehen wir zahlreiche Möglichkeiten, die Bedingungen für Geflüchtete in unserer Stadt zu verbessern, Netzwerke aufzubauen und die vorhandenen Maßnahmen besser aufeinander abzustimmen und zu koordinieren. Auch der Kontakt zu den Unternehmen muss gestärkt werden, um die dringend benötigten Arbeitskräfte in den regionalen Firmen zu integrieren. Integration ist für uns eine Gemeinschaftsaufgabe", so Karolina Biel.

In der Stadtverwaltung ist Bürgermeister Frederik Bewer froh, ein erfahrenes Team gewonnen zu haben. ,,Als Stadtverwaltung unterstützen wir ihre Arbeit und sind offen für neue Impulse und Vorschläge. Gerade in der aktuellen Situation ist eine aktive Flüchtlingsarbeit, die alle relevanten Akteure zusammenbringt, Ressourcen bündelt und neue aufgeschlossene Partner dazu gewinnt von großer Bedeutung. Ich wünsche beiden eine konstruktive und erfolgreiche Arbeit für mehr Chancengleichheit, Gleichberechtigung und Gemeinschaft in unserer Stadt", äußerte Frederik Bewer. MäSo