Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Steuertipps - Steuererklärung Abrechnung zu spät?

Späte Post: Wenn der Vermieter seine Betriebskostenabrechnung noch nicht zugeschickt hat, können Mieter die Vorjahreskosten ansetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag
Späte Post: Wenn der Vermieter seine Betriebskostenabrechnung noch nicht zugeschickt hat, können Mieter die Vorjahreskosten ansetzen. Foto: Christin Klose/dpa-mag

Vorjahres-Betriebskosten steuerlich ansetzen

Die Betriebskostenabrechnung des Vermieters kann sich für Mieter positiv auswirken - und zwar bei der Steuererklärung. Mieter können dort zum Beispiel Ausgaben für die Treppenhausreinigung und den Schornsteinfeger absetzen. Sofern die Betriebskostenabrechnung dafür nicht rechtzeitig vorliegt, können Mieter auch die Posten aus der Nebenkostenabrechnung vom Vorjahr übernehmen, erklärt die Vereinigte Lohnsteuerhilfe (VLH).

Das ist dann sinnvoll, wenn es in Bezug auf den Verbrauch oder Reparaturarbeiten am Haus keine großen Abweichungen zum Vorjahr gab. Das zuständige Finanzamt sollte allerdings darüber informiert werden, dass wegen einer verspäteten Nebenkostenabrechnung Posten aus dem Vorjahr übernommen werden. Ein formloses Schreiben genügt dazu.

Liegt der Steuerbescheid dann vor, ohne dass die Kosten berücksichtigt wurden, gibt es die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Dabei sollte die folgende Bitte an das Finanzamt gerichtet werden: Es möge den Einspruch erst nach Eingang der Nebenkostenabrechnung bearbeiten, damit die Aufwendungen berücksichtigt werden können. (dpa)

Ferienjobs mit Grenzen

Schüler nutzen die Sommerferien oft, um mit einem Ferienjob ihr Taschengeld aufzubessern. Beiträge zur Sozialversicherung müssen sie hierfür in der Regel nicht zahlen - egal, wie viel sie verdienen. Dies gilt auch für Studenten, die zum Beispiel nur in den Semesterferien jobben.

Der Grund: Ferienjobs zählen zu den kurzfristigen Beschäftigungen. Im Normalfall sind das Jobs, die im laufenden Jahr nicht mehr als siebzig Arbeitstage oder drei Monate am Stück dauern.

Aufgrund der Corona-Pandemie wurden die Grenzen für eine kurzfristige Beschäftigung übergangsweise für den Zeitraum vom 1. März bis 31. Oktober 2020 auf fünf Monate oder 115 Arbeitstage erhöht. Diese Grenzen müssen tatsächlich eingehalten werden. Nur dann fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an. (dpa)
Birkholtz & Schmidt Steuerberater-Sozietät
HBP Treuhand GmbH Steuerberatungsgesellschaft
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG
Datenschutz